muede-erschöpft-allein im online-business

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Ich wollte kein online Business – und plötzlich bin ich müde, erschöpft und allein im online-Business.

Ich wollte mit Menschen arbeiten, sie sehen, anfassen und ihre Energie spüren. Ihnen im Stress helfen, wieder besser schlafen lassen. Ihnen helfen, gesund zu bleiben.

Stress und Erschöpfung kenne ich aus meinem Beruf, denn ich bin seit 40+ Jahren Krankenschwester.

Ich beschäftige mich seit fast genauso langer Zeit mit Gesundheit – was hält mich gesund

Die Zeiten ändern sich – es gibt neue Herausforderungen

Die letzten zwei Jahre waren eine extreme Herausforderung.

Ich hatte 2019 meinen Gesundheitsraum in Kempten eingerichtet. Ich hatte Ideen für Gesundheits-Angebote. Habe Klangmassagen angeboten und gegeben, denn ich liebe diesen zufriedenen Ausdruck im Gesicht meiner Klientinnen.

Plötzlich alles zu – Pläne nicht umsetzbar. Der nächste Gedanke: wie finanziere ich mein Leben?

Ich habe Glück, ich habe einen systemrelevanten Beruf mit hohem Personalbedarf, aber da wollte ich doch raus. Was nun?

Das Leben lässt mir scheinbar keine Wahl oder vielleicht doch?

Da fiel mir mein Motto ein: „Alles ist für etwas gut“.

Online wollte ich nicht, muss ich jetzt? Soll ich? Darf ich? Na ja, anschauen kostet Zeit und Geld, schadet aber nicht. Ich liebe es, Neues zu lernen.

Ich habe es angeschaut, einiges gelernt und es hat angefangen, mir zu gefallen.

Wie ein Schwamm sauge ich alles auf, treffe nette Frauen und merke: Es geht.

O. k., aber ich schlage mir die Nächte um die Ohren.

Immer wieder die Frage: kann ich das auch? Und das Gefühl: ICH schaff das nicht.

Dann sind da noch so viele praktische Fragen:

  • Wie geht was?
  • Was benötige ich alles?
  • Wie geht eine Website?
  • Newsletter, Video, Podcast, Social Media, gefühlt sagt jede:r, du brauchst das.
  • Wunschkunden, Onlinekurse, Workshops, 1:1 Coaching, Mini-Produkte, Freebie.
  • Wo soll ich denn da anfangen?

Ich bin immer wieder überfordert. Also mache ich gar nichts, somit wird die Frustration größer und das Problem ist nicht gelöst.

Meine Realität

Ich arbeite viel in meinem Hauptjob. Schichtdienst und hohe Arbeitsbelastung, die mir wenig Energie und Zeit für meine Gesundheitsvision lassen.

Es ist fast unmöglich Freunde zu treffen, ich kann nicht einfach so spontan in ein Café gehen. Bei allem, was ich tue, muss ich überlegen: geht das gerade und welche Auflagen muss ich erfüllen? Das belastet mich sehr, ich handle gerne eigenverantwortlich und selbstbestimmt. Möchte selbst entscheiden, was für mich richtig ist und was nicht.

Erschöpfung – Müdigkeit – Lustlosigkeit

Zunehmend werde ich müder, erschöpfter und lustloser.

Meinen Brotjob nehme ich wahr, hier bin ich diszipliniert. Die Arbeit ist mir geläufig und sie bringt mir meinen Lebensunterhalt ein.

Ich merke, dass die Müdigkeit und die Antriebsarmut zunehmen. Sozialer Rückzug fällt nicht auf, Kontakt sind sowieso stark eingeschränkt (super Ausrede). Ich kann mich nicht mehr aufraffen, rauszugehen und meine freie Zeit nicht genießen. 

Wohne ich doch auf dem Land, bräuchte nur vor die Tür zu gehen. Habe Berge, Wald und Seen, das wäre Entspannung pur. Hier lassen sich Gedanken sortieren, aber da sind zu viele Gedanken und zu viel andere Arbeit zu erledigen.

Ich setze mich also an meinen Laptop. Facebook und Instagram warten. Eine Website muss aufgebaut werden, ein neuer Blogartikel wäre längst fällig. Mein Newsletter funktioniert immer noch nicht. 

  • Der eine Gedanke ist: alle warten zu Hause auf neuen Input, wollen unterhalten werden.
  • Der nächste Gedanke ist: wozu soll ich das tun, es liest sowieso keiner?

Und wieder kommt das Gefühl von Stress und Überlastung auf.

  • Wie geht das richtig? 
  • Sind meine Texte gut genug?
  • Will das überhaupt jemand wissen? 
  • Es gibt schon so viel Informationen im Netz, wer braucht mich da noch?

Raus aus dieser Spirale von immer neuen Ideen und mit voller Energie anfangen -Selbstzweifeln, Überlastung und Aufschieben

Ich könnte endlos weiter erzählen.

Ich war müde – erschöpft – allein – in meinem online Leben.

Die erste Aufgabe: Raus aus dem Kreislauf – das Hamsterrad anhalten. Anschauen, was schon gelernt und geschafft wurde (ist ja gar nicht so wenig) und noch mal reflektieren.

Die Frage nach dem Warum

Geholfen hat mir dann, die Frage nach dem WARUM.

Warum will ich das alles?

O. k. ich wollte Geld verdienen und raus aus meinem Job. Ich benötige noch Geld neben meiner Rente, die bald ansteht.

Aber ich will hauptsächlich Menschen helfen, gesund zu bleiben oder wieder gesünder zu werden.

Mir ist Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit wichtig. Ich möchte sinnvolles tun, einen Betrag für eine bessere Gesundheit leisten. »Hilfe zur Selbsthilfe« ist mein Weg. Um eigenverantwortlich zu handeln, benötigt es Wissen und Begleitung bei Veränderungen.

 Ich möchte selbstbestimmt und gesund 120 werden.

Und meine Vision ist, dass andere Menschen das auch können.

Entscheidungen sind wichtig für deine und meine mentale Gesundheit

Ich hab’s noch mal entschieden:

»Ja ich will!«

Und siehe da, es wird leichter. Mit jeder Entscheidung komme ich weiter.

  • Ich brauche nicht alles und vor allem nicht gleich.
  • Ich habe verschiedene Meinungen und Informationen angeschaut und dann eine Entscheidung für MICH getroffen. Eine Entscheidung, die jetzt zu MIR und meinem Leben passt. 
  • Ich lasse mir helfen: online im Video-Call, per Mail und in online Workshops, aber vorrangig mit 1:1 Coaching. 

Plötzlich bin ich nicht mehr allein

Da sind noch andere, von denen ich lernen kann, die in meiner Situation sind – oder waren.

Reden hilft, das geht auch per Video oder am Telefon.

Meine Energie kommt zurück. Ich schlafe besser, ernähre mich wieder gesünder (Funfact: Ich liebe Selleriesaft), gehe raus in die Natur.

Viele Ideen sind wieder da, mit der Leichtigkeit kehrt die Kreativität zurück.

Allerdings werden die Ideen nicht mehr sofort umgesetzt. Ich schreibe sie auf, mache Notizen dazu und lege es für später auf die Seite. Das macht den Kopf frei und die Angst etwas zu vergessen wird weniger.

Ich habe dafür ein schönes Buch, so ist immer alles da, wenn ich es benötige.

Mein Fazit: 10 Punkte, die mir jetzt helfen wieder mehr Spaß zu haben

  1. Triff eine Entscheidung, du kannst sie auch wieder ändern oder anpassen. Überlege dir, warum du etwas tun möchtest. Gib dich nicht mit der ersten Antwort zufrieden, sondern frage immer tiefer nach dem Warum.
  2. Fange langsam an, probiere aus und lass es entwickeln. Es ist nicht schlimm Dinge wieder zu verwerfen oder noch mal aufzuschieben, da du erst noch etwas lernen darfst.
  3. Wenn etwas nicht funktioniert, probier etwas anderes. Aber lasse dir Zeit, manchmal kommt der Erfolg nicht gleich. Probiere mehrere Dinge nebeneinander aus. Entscheide dich dann für das Ergebnis, welches am besten zu DIR passt.
  4. Beobachte: Was deine Energie füllt und was dir Energie entzieht. Was macht dir Spaß? Was fällt dir leicht?
  5. Suche dir Unterstützung: von Menschen, von denen du lernen kannst. Die dich inspirieren und wertschätzen, dich auch in deiner persönlichen Weiterentwicklung fördern.
  6. Finde die Unterstützung, die zu dir passt. Ich habe mir in verschiedenen 1:1 Coachings helfen lassen, nachdem ich festgestellt habe, dass ich für Selbstlernkurse keine Disziplin hatte. Das Tempo in Gruppenkursen oft zu hoch ist, sie passen oft nicht zu meinem Tagesrhythmus.
  7. Lass dir Dinge abnehmen, du musst nicht alles selbst können und machen.
  8. Lass dir Zeit. Mach regelmäßige Pausen. Nimm dir Zeit nur für dich, ohne Job und Business.
  9. Geh raus in die Natur: Sie zeigt dir genau, dass es nicht immer höher, schneller und weiter gibt. Beobachte den Jahresverlauf. Die Natur macht Pausen bis zum scheinbaren Stillstand. Oft liegen die Samen sehr lange in der Erde und plötzlich wächst und blüht etwas. Du kannst es nicht beschleunigen, es braucht seine Zeit. Manchmal ist etwas nicht mehr da und anderes erscheint an dieser Stelle. Ich genieße wieder die Ruhepausen, denn sie sind Erholung für meinen Körper und sie beruhigen den Geist.
  10. Ich liebe Tagträumen: Auf einer Wiese sitzen, mit entspanntem Blick in die Gegend schauen (das hilft auch den Augen und du kannst die Brille abnehmen), die Gedanken kommen und gehen lassen. Einfach so da sein – ohne Absicht und Ziel.

Leben im Gleichgewicht

Körper, Geist und Seele gehören zusammen. Jeder Bereich benötigt deine Aufmerksamkeit. Nur im Gleichgewicht miteinander ermöglichen sie eine gute Gesundheit.

Psychische oder auch mentale Gesundheit wird gleichsam durch deine Gedanken beeinflusst. Beobachte genau, was du denkst.  Und wie du über dich sprichst, auch in Gedanken. Gedanken kannst du beeinflussen, dazu darfst du lernen, sie wahrzunehmen. 

Gesundheit, auch psychische Gesundheit, ist keine statische Größe, sie ist nicht einfach da. Es sind unsere Gedanken und unser Tun, welche darüber entscheiden, wie gesund wir sind.

Gesundheit ist eine Haltung und ein sich ständig verändernder Zustand“.

Und vergiss nicht: Wir brauchen einander.

Wir Menschen sind Herdentiere, wir können ohne Beziehung zu anderen Menschen nicht gesund leben. Beziehungen müssen gepflegt werden, wie die Pflanzen in deinem Zimmer oder Garten, damit sie wachsen und blühen. Sie geben dir Halt, Freude und Kraft. Jede Beziehung benötigt eine eigene Pflege, wie unterschiedliche Pflanzen.

Die wichtigste Beziehung ist die zu dir selbst. Schau doch mal, wie deine Pflegeanleitung ausschaut.

Sei gesund – bleibt gesund

P.S. ich danke allen, die mich auf meinem Weg begleitet und unterstützt haben und weiterhin an meiner Seite sind. 

P.P.S. Es ist keine Schande, in schwierigen Situationen professionelle medizinische Hilfe anzunehmen. 

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